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3D & Konfiguratoren 6 Min. LesezeitAktualisiert am 1. Oktober 2026

Badplanung visualisieren: Wie Sanitärbetriebe mit einem Badplaner mehr Aufträge gewinnen

Bewegungsflächen nach DIN 18040-2 im eigenen Grundriss prüfen und Varianten vergleichen – mit Badplaner zum Ausprobieren.

Badplanung visualisieren: Wie Sanitärbetriebe mit einem Badplaner mehr Aufträge gewinnen

Ein neues Bad ist für die meisten Menschen eine Investition, die sie nur ein- oder zweimal im Leben tätigen. Entsprechend unsicher sind sie: Passt die bodengleiche Dusche in den kleinen Raum? Kann die Wanne bleiben? Was heißt eigentlich barrierefrei? Sanitärbetriebe beantworten diese Fragen jeden Tag – meist bei einem Termin vor Ort, mit Zollstock und Skizzenblock. Ein Badplaner auf der Website holt einen Teil dieser Arbeit nach vorn. Kunden sehen ihr Bad im Grundriss, probieren Varianten aus und kommen mit einer klaren Vorstellung zum ersten Gespräch. Dieser Beitrag zeigt, wie das aussieht und was ein guter Badplaner leisten sollte.

Warum Badanfragen so schwer zu beantworten sind

Eine typische Anfrage lautet: „Wir möchten unser Bad modernisieren, was kostet das?“ Die ehrliche Antwort ist: Das hängt von allem ab. Von der Größe des Raums, von der Lage der Leitungen, von der Ausstattung und davon, ob die Wanne bleiben oder einer Dusche weichen soll. Bevor ein Betrieb darauf antworten kann, braucht er Maße, Fotos und Wünsche. Viele Interessenten springen ab, bevor diese Informationen zusammenkommen.

Ein Badplaner sammelt sie auf eine Weise, die für Kunden nicht nach Formular aussieht, sondern nach Planung. Und er zeigt früh, was in den Raum passt – und was nicht.

Bewegungsflächen: das Thema, das Kunden unterschätzen

Gerade bei kleinen Bädern entscheidet nicht die Ausstattung, sondern der Platz davor. Vor Waschtisch und WC braucht man Fläche, um sich zu bewegen – erst recht, wenn das Bad auch im Alter oder mit Rollator nutzbar sein soll. Die DIN 18040-2 nennt dafür Bewegungsflächen von 120 × 120 Zentimetern für barrierefrei nutzbare und 150 × 150 Zentimetern für rollstuhlgerechte Bäder. Diese Flächen dürfen sich überlagern, und eine bodengleiche Dusche darf mitgenutzt werden. Probieren Sie aus, wann die Flächen in einen Raum passen:

Live-DemoBewegungsflächen im Bad prüfen
WaschtischWCDusche260 × 240 cm
  • Bewegungsfläche vor dem Waschtisch: passt
  • Bewegungsfläche vor dem WC: überschneidet Waschtisch
Nach DIN 18040-2: 120 × 120 cm für barrierefrei nutzbare, 150 × 150 cm für rollstuhlgerechte Bäder. Bewegungsflächen dürfen sich überlagern; eine bodengleiche Dusche darf mitgenutzt werden.

Solche Darstellungen machen ein abstraktes Thema greifbar. Viele Kunden sehen hier zum ersten Mal, warum die Wanne einem barrierefreien Bad im Weg ist – oder dass ihr Raum mit einer bodengleichen Dusche plötzlich genug Platz bietet. Diese Erkenntnis führt zu besseren Entscheidungen und zu Anfragen, die zur Wirklichkeit passen.

Barrierearm, barrierefrei, altersgerecht

Kaum ein Begriff wird so unterschiedlich verwendet wie „barrierefrei“. Für Kunden ist es meist ein Wunsch nach einem Bad, das auch in zwanzig Jahren noch funktioniert. Für die Planung ist es ein Bündel konkreter Anforderungen: Bewegungsflächen, Höhen, Haltegriffe, schwellenlose Zugänge. Ein Badplaner kann beides verbinden. Er fragt nach dem Wunsch, zeigt die Folgen im Grundriss und erklärt in einfachen Worten, was dafür nötig ist. Für altersgerechte Umbauten gibt es je nach Programm auch Förderung. Weil sich die Bedingungen ändern, gehört der Hinweis darauf in die Beratung des Betriebs, nicht in eine feste Zahl auf der Website.

Ein Bad betrifft viele Gewerke

Eine Badsanierung ist selten das Werk eines einzelnen Betriebs. Sanitär, Fliesen, Elektro, Trockenbau und Maler arbeiten zusammen, oft unter der Führung des Sanitärbetriebs. Ein gemeinsames Bild der Planung hilft allen Beteiligten. Klicken Sie sich durch, wer woran beteiligt ist:

ErkundenWer an einem neuen Bad beteiligt ist
Ihr BadPlanungSanitärFliesenElektroTrockenbauMaler
Ihr Bad: Eine Badsanierung betrifft mehrere Gewerke. Eine gemeinsame Planung im Bild sorgt dafür, dass alle von derselben Lösung ausgehen. (1/7 erkundet)

Wenn der Kunde seine Planung im Konfigurator erstellt hat, sehen alle Gewerke dieselbe Ausgangslage. Das reduziert Missverständnisse, die sonst erst auf der Baustelle auffallen – etwa wenn der Elektriker eine Steckdose dort plant, wo der Kunde einen Hochschrank sieht.

Vom Grundriss zur Ausstattung

Steht der Grundriss, folgen die Entscheidungen, die Kunden besonders gern treffen: Fliesen, Armaturen, Waschtisch, Spiegel und Licht. Eine 3D-Ansicht zeigt, wie große Fliesenformate im Raum wirken oder wie eine Nische in der Dusche aussieht. Dahinter stehen Ihre Produkte und Ihre Regeln: Welche Waschtische passen in welche Breite, welche Duschrinnen funktionieren mit welchem Gefälle. Der Konfigurator zeigt nur, was Sie auch einbauen.

Was der Badplaner nicht ersetzt

Wo Leitungen und Fallrohre liegen, sieht man erst vor Ort. Sie entscheiden oft darüber, wo WC und Dusche stehen können. Der Badplaner liefert deshalb einen Entwurf, keinen Bauplan. Er macht den ersten Termin kürzer und zielgerichteter, weil die Wünsche schon klar sind und die größten Missverständnisse vorher ausgeräumt wurden. Das Angebot entsteht danach – mit Aufmaß und Blick auf die Leitungen.

Wie Sie starten

Beginnen Sie mit den Grundrissen, die Sie am häufigsten sehen: das kleine Bad im Einfamilienhaus, das Bad in der Etagenwohnung, das Gäste-WC. Legen Sie fest, welche Ausstattungen Sie anbieten, und welche Fragen vor dem ersten Termin geklärt sein sollten. Daraus entsteht ein Badplaner, der Ihre Arbeit widerspiegelt. Unser Vorgehen beschreibt die Seite Produktkonfigurator entwickeln lassen, einen Überblick über alle 3D-Anwendungen die Seite 3D-Agentur. Wie Anfragen ohne Abtippen in Ihrem System landen, zeigt der Beitrag Vom Konfigurator ins CRM.

Was eine gute Badanfrage enthält

Am Ende des Badplaners steht keine Nachricht „Bitte melden“, sondern eine vollständige Beschreibung: Raummaße und Lage von Tür und Fenster, gewünschte Objekte mit Position, Dusche oder Wanne, barrierefrei oder nicht, gewünschte Ausstattungslinie und ein grober Zeitrahmen. Dazu Fotos des bestehenden Bads, die der Kunde direkt hochlädt, und auf Wunsch eine Budgetspanne.

Mit diesen Angaben kann der Betrieb einschätzen, ob der Auftrag passt, wie viel Zeit der erste Termin braucht und welche Gewerke er einplanen muss. Und der Kunde hat das gute Gefühl, dass sein Anliegen ernst genommen wurde, bevor überhaupt jemand angerufen hat. Wie solche Anfragen ohne Abtippen im System landen, beschreibt der Beitrag zur CRM-Anbindung.

Häufige Fragen

Kann ein Kunde sein Bad komplett online planen?

Er kann einen Entwurf erstellen, der Grundriss, Ausstattung und Wünsche festhält. Die endgültige Planung mit Leitungen und Aufmaß übernimmt der Fachbetrieb vor Ort.

Welche Regeln sollte ein Badplaner kennen?

Mindestens die Bewegungsflächen für barrierefreie Bäder, sinnvolle Abstände zwischen Objekten und Ihre Produktvorgaben. Für barrierefreie Planung ist die DIN 18040-2 die wichtigste Grundlage.

Lohnt sich ein Badplaner für kleine Betriebe?

Wenn ein großer Teil Ihrer Aufträge Badsanierungen sind, oft ja. Schon ein einfacher Grundrissplaner spart Rückfragen und bringt Anfragen mit Maßen und klaren Wünschen.

Können wir unsere eigenen Produkte zeigen?

Ja. Der Planer zeigt die Waschtische, Duschen, Fliesen und Armaturen, die Sie anbieten – nicht einen allgemeinen Katalog.

Wie erfahren wir, was Kunden planen?

Jede Planung kommt als vollständige Anfrage bei Ihnen an. Auf Wunsch sehen Sie zusätzlich eine Auswertung, welche Grundrisse und Ausstattungen besonders gefragt sind.

Wie lange dauert die Entwicklung eines Badplaners?

Für einen Grundrissplaner mit Ihren wichtigsten Objekten und Ausstattungslinien einige Wochen bis wenige Monate. Den größten Teil der Zeit brauchen die Regeln und die Auswahl der Produkte, nicht die Darstellung.

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