Was ein Produktkonfigurator leisten muss, wie Regeln funktionieren und was in eine gute Anfrage gehört.
Was ein Produktkonfigurator leisten muss
Ein guter Konfigurator nimmt Kunden eine Entscheidung nach der anderen ab: erst die Grundform, dann Maße, dann Material und Ausstattung. Jede Auswahl ist sofort sichtbar. Am Ende weiß der Kunde, was er will – und Ihr Vertrieb weiß es auch.
Dafür braucht es drei Bausteine: eine verständliche Schrittfolge, Regeln, die nur mögliche Kombinationen zulassen, und eine Anfrage, die alle Angaben strukturiert übergibt. Die 3D-Darstellung ist das, was Kunden sehen – die Regeln sind das, was den Konfigurator wertvoll macht.
Regeln und Ausschlüsse
Regeln bilden ab, was Ihr Vertrieb heute im Kopf hat. Ein einfaches Beispiel aus einem Sideboard-Konfigurator: Die Zahl der Türen folgt der Breite. Unter 150 Zentimetern gibt es zwei Türen, bis 195 Zentimeter drei, darüber vier. Der Kunde muss das nicht wissen – der Konfigurator setzt es automatisch um.
Bei Hallen bestimmt die Kranlast, wie hoch die Halle sein muss, bei Photovoltaik die Dachfläche, wie viele Module passen. Solche Abhängigkeiten sammeln wir zu Beginn mit Ihnen. Sie sind der Teil, der später die meisten Rückfragen spart.
Richtpreis oder keine Preise?
Ein Richtpreis gibt Kunden Orientierung und filtert Anfragen, bei denen Budget und Erwartung weit auseinanderliegen. Er muss aber klar als unverbindlich gekennzeichnet sein und sollte nachvollziehbar entstehen – etwa aus Grundpreis und Aufpreisen je Option.
Wenn Preise stark vom Einzelfall abhängen, ist es oft besser, auf Zahlen zu verzichten und stattdessen Fläche, Maße oder Stückliste zu zeigen. Die Anfrage enthält dann alles, was Sie für ein genaues Angebot brauchen.
Die Anfrage: was Ihr Vertrieb braucht
Der Konfigurator ist nur so gut wie die Anfrage, die am Ende bei Ihnen ankommt. In unseren Showcases gehen deshalb nicht nur Kontaktdaten mit, sondern:
- alle gewählten Optionen, Maße und Varianten
- automatisch erzeugte Ansichten des Produkts
- eine Stückliste oder ein Datenblatt, wo es passt
- ein Link, der die Konfiguration genau so wieder öffnet
- Angaben zu Termin, Standort oder Einsatzzweck
Standardsoftware oder individuelle Entwicklung
Es gibt fertige Konfigurator-Software, die sich per Baukasten einrichten lässt. Das kann schnell gehen, bindet Sie aber an Lizenzkosten und an das, was die Software vorsieht. Sobald Ihre Regeln speziell werden oder das 3D-Modell Ihr Produkt im Detail zeigen soll, stoßen Baukästen an Grenzen.
Eine individuelle Entwicklung gehört Ihnen vollständig – Quellcode, 3D-Daten und Zugänge. Sie passt sich an Ihre Regeln an statt umgekehrt. Welcher Weg sinnvoll ist, hängt von Sortiment, Budget und Zeitplan ab. Das klären wir im Erstgespräch, bevor Sie sich festlegen.
Was wir von Ihnen brauchen
Eine Liste Ihrer Varianten und Optionen, die Regeln, die Ihr Vertrieb heute anwendet, und – falls ein Richtpreis gewünscht ist – die Preisbausteine. Dazu CAD-Daten oder Fotos und ein Maßblatt. Alles Weitere erarbeiten wir gemeinsam im ersten Schritt.
