Wie eine 3D-Produkttour aufgebaut ist, wo sie eingesetzt wird und wie sie mit einem Konfigurator zusammenspielt.
Was eine Produkttour anders macht
Eine Produkttour ist eine Erklärung, die der Besucher selbst steuert. In unserem Maschinenbau-Showcase führt sie in acht Stationen durch eine Schlauchbeutelmaschine – von der Produktzuführung über Folienabwicklung, Formschulter und Siegelung bis zu Auslauf und Prüftechnik. Jede Station zeigt, was dort passiert, und warum das für den Betrieb des Kunden wichtig ist.
Der Unterschied zum Video: Niemand muss warten, bis die interessante Stelle kommt. Wer nur die Siegelung verstehen will, scrollt dorthin. Wer eine Baugruppe genauer sehen will, klickt sie an.
Das Drehbuch entscheidet
Die Technik ist der kleinere Teil. Wichtiger ist die Frage, welche Stationen der Kunde in welcher Reihenfolge sehen muss, um zu verstehen, warum Ihr Produkt besser ist. Deshalb beginnt jedes Projekt mit einem halben Tag bei Ihnen: Welche Fragen stellen Kunden immer wieder? Welche Baugruppe entscheidet über den Kauf?
Zu jeder Station gehört ein kurzer Text zum Nutzen – nicht nur zur Funktion. „Rollenwechsel ohne Werkzeug“ sagt einem Einkäufer mehr als die Bezeichnung der Spannwelle.
Stationen, Hotspots und Explosionsansicht
Eine Tour kombiniert mehrere Werkzeuge. Die Stationen geben die Richtung vor, Hotspots beschriften Bauteile direkt im Modell, und die Explosionsansicht zeigt, was im Inneren steckt. Auf Wunsch kommen eine Prozessanimation und ein Wartungsbereich mit Intervallen und Ersatzteilnummern dazu – dann wird aus der Verkaufshilfe auch ein Werkzeug für den Service.
Wo eine Produkttour eingesetzt wird
Dieselbe Anwendung arbeitet an mehreren Orten:
- auf der Website – rund um die Uhr, auch in anderen Zeitzonen
- auf dem Tablet des Außendienstes beim Kunden
- am Messe-Touchscreen, wenn die echte Anlage nicht mitreisen kann
- in Schulungen für Service, Montage oder neue Mitarbeiter
Tour und Konfigurator kombinieren
Wer verstanden hat, wie ein Produkt funktioniert, will als Nächstes wissen, welche Variante zu ihm passt. Deshalb endet eine Tour oft in einem Konfigurator: Baugröße, Optionen und Anbaumodule wählen, das Modell baut sich um, und die Anfrage geht mit Datenblatt an den Vertrieb.
Ablauf und Dauer
Drehbuch etwa eine Woche, 3D-Aufbereitung drei bis fünf Wochen, Anwendung und Texte drei bis vier Wochen, Einbau und Übergabe ein bis zwei Wochen. Insgesamt rechnen Sie mit acht bis zwölf Wochen für eine Tour, länger, wenn ein Konfigurator dazukommt.