Welche Art von 3D-Anwendung zu Ihrem Produkt passt, woran Sie eine gute Umsetzung erkennen und was Sie für den Start brauchen.
Konfigurator oder Produkttour – was passt?
Ein Konfigurator lohnt sich, wenn Ihr Produkt in vielen Varianten existiert: Maße, Materialien, Farben, Ausstattung. Der Kunde stellt selbst zusammen, sieht das Ergebnis sofort und schickt eine Anfrage, in der alle Angaben stehen. Typische Beispiele sind Hallen, Häuser, Möbel, Fenster oder Photovoltaikanlagen.
Eine Produkttour passt, wenn das Produkt schwer zu verstehen ist, aber nur wenige Varianten hat – etwa eine Maschine oder eine technische Anlage. Die Tour führt Station für Station durch Aufbau und Funktion. Beides lässt sich kombinieren: erst verstehen, dann konfigurieren, dann anfragen.
Woran Sie eine gute 3D-Anwendung erkennen
Beeindruckende 3D-Grafik allein verkauft nichts. Entscheidend ist, ob Besucher schnell verstehen, was sie tun sollen, und ob am Ende eine brauchbare Anfrage steht. Diese Punkte sollten Sie bei jedem Angebot prüfen:
- Das Modell lädt auch über das Mobilfunknetz in wenigen Sekunden.
- Die Bedienung funktioniert mit dem Daumen, nicht nur mit der Maus.
- Jeder Schritt hat eine klare Aufgabe – niemand muss die Oberfläche erst erkunden.
- Die Anfrage enthält die Konfiguration, Ansichten und alle Angaben, die Ihr Vertrieb braucht.
- Es gibt eine barrierefreie Alternative mit Tastatur und Text.
Was Sie für den Start brauchen
Für ein 3D-Modell genügen CAD-Daten in gängigen Formaten wie STEP, Parasolid oder JT. Schraubenmodelle braucht niemand, vereinfachte Baugruppen reichen. Dürfen Konstruktionsdaten das Haus nicht verlassen, arbeiten wir mit Fotos aus allen Richtungen und einem Maßblatt.
Dazu kommen Ihre Produktdaten – Varianten, Regeln, Optionen – und ein Ansprechpartner aus Vertrieb, Konstruktion oder Produktmanagement für zwei bis drei Feedbackrunden. Mehr ist für den Anfang nicht nötig.
So läuft ein Projekt ab
Am Anfang steht ein halber Tag bei Ihnen: Welche Fragen stellen Kunden immer wieder, wo hakt es im Verkaufsgespräch? Daraus entsteht ein Drehbuch – etwa eine Woche. Die 3D-Aufbereitung dauert typischerweise drei bis fünf Wochen, die Anwendung mit Texten drei bis vier Wochen, Einbau und Übergabe ein bis zwei Wochen.
Früh im Projekt sehen Sie einen Prototyp mit wenigen Optionen. Die wichtigen Entscheidungen fallen am Modell, nicht auf dem Papier. Das spart Korrekturschleifen am Ende.
Vier Demos zum Ausprobieren
Statt Screenshots zeigen wir laufende Anwendungen: einen PV-Konfigurator für einen Solarfachbetrieb, eine 3D-Baureise mit Hauskonfigurator für ein Bauunternehmen, einen Hallenkonfigurator mit Grundriss und Innenansicht sowie eine Produkttour durch eine Verpackungsmaschine. Alle vier sind Showcases mit frei erfundenen Musterunternehmen – gebaut, damit Sie die Technik anfassen können, bevor Sie etwas beauftragen.
3D und Barrierefreiheit
Seit Juni 2025 gilt für viele Anbieter das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz. Eine 3D-Szene ist für Menschen, die nicht sehen oder keine Maus bedienen können, zunächst eine Hürde. Deshalb gehört zu jeder Anwendung eine Alternative: Bedienung per Tastatur, Beschreibungen in Textform und eine Anfrage, die auch ohne 3D funktioniert.
