Bauherren kaufen etwas, das es noch nicht gibt. Sie investieren viel Geld in ein Haus, das sie nur aus Plänen und Beschreibungen kennen, und müssen einem Bauunternehmen vertrauen, dessen Arbeit sie erst am Ende sehen. Entsprechend groß sind Unsicherheit und Beratungsbedarf. Zwei digitale Werkzeuge können hier viel abnehmen: eine 3D-Baureise, die den Bauablauf erklärt, und ein Hauskonfigurator, in dem Bauherren ihr Haus selbst zusammenstellen. Dieser Beitrag zeigt, wie beide zusammenspielen.
Was Bauherren verunsichert
Die meisten Bauherren bauen einmal im Leben. Sie kennen weder den Ablauf noch die Fachbegriffe, und die Baustelle ist für sie eine Blackbox: Was passiert wann? Warum dauert das so lange? Was kann schiefgehen? Diese Fragen landen im Erstgespräch – und nehmen dort die Zeit, die eigentlich für das Haus gedacht war.
Dazu kommen die Entscheidungen, die früh getroffen werden müssen: Gebäudetyp, Geschosse, Dach, Fassade, Energiestandard. Viele Bauherren fühlen sich damit überfordert, weil ihnen die Vorstellung fehlt, was die einzelnen Optionen bedeuten.
Die Baureise: den Bau erklären, bevor er beginnt
Eine 3D-Baureise zeigt, wie ein Haus Phase für Phase entsteht. Beim Scrollen wächst das Gebäude im Modell: erst die Baugrube, dann Fundament, Rohbau, Dach, Gebäudehülle, Technik, Innenausbau und Außenanlagen – bis zur Schlüsselübergabe. Zu jeder Phase steht, in welcher Bauwoche sie liegt, was dabei passiert und was das für den Bauherrn bedeutet.
In unserem Showcase HORIZONT BAU hat jede Phase einen eigenen Absatz „Für Sie als Bauherr“. Dort steht zum Beispiel, warum Leitungen und Bewehrung vor dem Betonieren der Bodenplatte gemeinsam geprüft werden oder warum Estrich Zeit zum Trocknen braucht, bevor der Bodenleger kommt. Solche Erklärungen nehmen Ängste, weil sie zeigen, dass der Ablauf geplant ist.

Live-Demo · Baureise & Hauskonfigurator
Horizont Bau
Ein Haus entsteht Phase für Phase – vom Aushub bis zur Übergabe, dazu der Konfigurator mit Energiestandard.
Showcase mit frei erfundenem Musterunternehmen – gebaut von Klarwerk.
Der Hauskonfigurator: das eigene Haus zusammenstellen
Im Hauskonfigurator wählen Bauherren zwischen Einfamilienhaus, Mehrfamilienhaus und Büro- oder Gewerbegebäude, legen Geschosse, Dachform und Fassade fest und entscheiden sich für einen Energiestandard – etwa KfW 55, KfW 40 oder KfW 40+. Jede Auswahl verändert das Modell sofort.
Besonders der Energiestandard profitiert von der Darstellung. Für viele Bauherren sind die Kürzel abstrakt. Im Modell wird sichtbar, woraus der Standard entsteht: aus Dämmung, Fenstern und Technik wie Photovoltaik, Wärmepumpe und Lüftung.
Im Beratungsraum
Dieselbe Anwendung funktioniert auch im persönlichen Gespräch. In einem dunklen Präsentationsmodus fährt der Berater den Bauherrn auf dem großen Bildschirm durch sein künftiges Haus und stellt es vor seinen Augen um. Aus einer Beratung mit Katalog wird ein gemeinsames Planen am Modell.
Referenzen zum Begehen
Fotos gebauter Häuser zeigen die Fassade. Was dahinter steckt, bleibt unsichtbar. Als begehbare 3D-Modelle lassen sich Referenzen anders zeigen: Eine Explosionsansicht macht sichtbar, aus welchen Schichten Wand und Dach bestehen. Das erklärt die Qualität eines Hauses oft besser als jede Leistungsbeschreibung.
Die Anfrage: Eckdaten statt Rückrufbitte
Am Ende steht eine Anfrage, mit der sich arbeiten lässt: Gebäudetyp, Geschosse, Energiestandard, Preisrahmen, Grundstück und Wunschtermin, dazu drei gerenderte Ansichten des Hauses. Das Erstgespräch beginnt damit bei den Fragen des Bauherrn und nicht bei den Grundlagen.
Was Bauunternehmen liefern müssen
Am schnellsten geht es mit Architektenplänen oder IFC-Modellen der eigenen Gebäudetypen; Entwurfspläne genügen. Liegen keine Pläne vor, reichen 20 bis 30 Fotos je Objekt und eine Grundrissskizze. Dazu kommen die Bau- und Ausstattungsbeschreibung für Konfigurator und Erklärtexte und, wenn gewünscht, ein Preisrahmen je Gebäudetyp und Standard. Die Texte schreiben wir vor, die Bauleitung prüft sie fachlich.
Mehr zum Aufbau finden Sie auf unserer Seite Hauskonfigurator. Wie eine Erklärung Station für Station funktioniert, zeigt unser Beitrag über 3D im Vertrieb.
Vertrauen, bevor der erste Stein liegt
Für Bauherren ist die Wahl des Bauunternehmens vor allem eine Vertrauensfrage. Sie legen eine der größten Investitionen ihres Lebens in fremde Hände. Eine Baureise zeigt, dass der Ablauf durchdacht ist: welche Phase wann kommt, welche Gewerke beteiligt sind und an welchen Stellen gemeinsam geprüft wird. Wer das vor dem ersten Gespräch gesehen hat, geht mit einem anderen Gefühl in die Beratung.
Dazu kommt Offenheit. Ein Bauunternehmen, das seinen Bauablauf so transparent zeigt, signalisiert, dass es nichts zu verbergen hat. Das ist ein Argument, das sich mit Referenzfotos allein kaum vermitteln lässt.
Die Rolle des Vertriebs
Baureise und Konfigurator ersetzen das Beratungsgespräch nicht, sie verändern es. Der Berater muss weniger erklären und kann mehr zuhören: Was ist dem Bauherrn wichtig, welche Sorgen hat er, welche Wünsche passen zu seinem Budget? Das Werkzeug gibt ihm dafür eine gemeinsame Grundlage. Er kann auf eine Phase der Baureise zeigen, eine Option im Konfigurator ändern und die Wirkung sofort sichtbar machen.
Wichtig ist, das Beratungsteam früh einzubinden. Wer die Texte zur Baureise mitschreibt, nutzt sie später auch gern im Gespräch.
Was die Baureise nicht ist
Eine Baureise ist kein verbindlicher Bauzeitenplan. Sie zeigt den typischen Ablauf mit den Zeiten, die Sie hinterlegen. Der konkrete Plan für ein Bauvorhaben entsteht weiterhin nach Vertrag und Planung. Diese Unterscheidung sollte in der Anwendung klar erkennbar sein.
Einfamilienhaus, Mehrfamilienhaus, Gewerbebau
Die Werkzeuge passen sich an das Geschäft des Bauunternehmens an. Für Anbieter von Einfamilienhäusern steht meist der Konfigurator im Vordergrund: Dach, Fassade und Ausstattung bestimmen, ob das Haus gefällt. Bei Mehrfamilienhäusern und Gewerbebauten gewinnt die Baureise an Gewicht, weil Investoren und Bauherren den Ablauf und die Termine im Blick behalten wollen. Im Showcase HORIZONT BAU sind beide Wege angelegt – der Konfigurator bietet Einfamilienhaus, Mehrfamilienhaus und Büro- oder Gewerbegebäude, die Baureise zeigt den Bau eines Mehrfamilienhauses.
Häufige Fragen
Zeigt die Baureise echte Bauzeiten?
Sie zeigt die Bauzeiten, die Sie hinterlegen. In unserem Showcase sind Preise und Bauzeiten Richtwerte zur Demonstration; für Ihr Unternehmen tragen wir Ihre eigenen Werte ein.
Eignet sich das auch für Fertighaushersteller?
Ja. Gerade bei Typenhäusern mit festen Varianten spielt ein Konfigurator seine Stärken aus.
Können Bauherren ihre Konfiguration speichern?
Die Konfiguration geht mit der Anfrage an Sie und als Zusammenfassung an den Bauherrn. Auf Wunsch lässt sich ein Link ergänzen, der sie wieder öffnet.
Wie lange dauert die Umsetzung?
Typischerweise acht bis zwölf Wochen – vom Drehbuch über den 3D-Bausatz bis zum Einbau in Ihre Website.
Können wir die Baureise auch ohne Konfigurator nutzen?
Ja. Die Baureise funktioniert auch allein – etwa auf der Website als Erklärung des Bauablaufs oder im Beratungsraum. Viele Bauunternehmen beginnen damit und ergänzen den Konfigurator später, wenn sie sehen, wie Bauherren darauf reagieren.
Wer schreibt die Texte zu den Bauphasen?
Wir schreiben sie vor, Ihre Bauleitung prüft sie fachlich. So stimmen die Erklärungen mit Ihrem tatsächlichen Vorgehen überein.



