Alle Beiträge

SEO 5 Min. LesezeitAktualisiert am 1. Oktober 2026

In ChatGPT empfohlen werden: Was Unternehmen für ihre KI-Sichtbarkeit tun können

Wie KI-Assistenten Anbieter auswählen, welche Signale zählen und welche zwölf Punkte Sie selbst prüfen können – ohne Hokuspokus.

In ChatGPT empfohlen werden: Was Unternehmen für ihre KI-Sichtbarkeit tun können

„Welche Firma in meiner Nähe baut Hallen?“ – solche Fragen stellen Kunden heute nicht mehr nur Google, sondern auch ChatGPT, Perplexity oder der KI-Übersicht in der Google-Suche. Die Antwort ist keine Liste mit zehn Links, sondern ein Absatz, der drei oder vier Anbieter nennt. Wer darin vorkommt, ist im Gespräch. Wer fehlt, wird nicht verglichen. Die Arbeit daran heißt Generative Engine Optimization, kurz GEO. Dieser Beitrag zeigt, wie KI-Assistenten Anbieter auswählen, welche Signale zählen und was Sie selbst tun können – ohne Hokuspokus.

Woher KI-Assistenten ihr Wissen haben

Ein KI-Assistent hat zwei Quellen. Die erste ist das Wissen aus dem Training: Texte aus dem Netz, die bis zu einem bestimmten Stichtag gesammelt wurden. Dieses Wissen ist breit, aber alt, und Sie können es kurzfristig kaum beeinflussen. Die zweite Quelle ist die Websuche. ChatGPT, Perplexity und Googles KI-Übersichten suchen bei vielen Fragen live im Netz, lesen die gefundenen Seiten und fassen sie zusammen – meist mit Links zu den Quellen.

Für Unternehmen ist die zweite Quelle die wichtigere. Bei Fragen nach Anbietern, Preisen oder Leistungen in einer Region greifen die Assistenten fast immer auf aktuelle Seiten zurück. Das heißt: Was heute auf Ihrer Website und über Ihr Unternehmen im Netz steht, entscheidet mit darüber, ob Sie morgen genannt werden.

Was eine KI braucht, um Sie zu nennen

Eindeutige Angaben

Eine KI muss verstehen, wer Sie sind, was Sie anbieten und wo. Klingt banal, ist aber auf vielen Websites nicht zu finden. „Wir sind Ihr Partner für Lösungen“ hilft niemandem. „Wir bauen Stahlhallen für Landwirtschaft und Gewerbe im Landkreis Cloppenburg“ dagegen lässt sich direkt übernehmen. Ein solcher Satz gehört auf die Startseite, in die Leistungsseiten und in Ihr Google-Profil – überall gleich.

Antworten statt Werbesprache

KI-Assistenten suchen Abschnitte, die eine Frage beantworten. Was kostet eine Halle ungefähr? Wie lange dauert die Genehmigung? Was ist im Preis enthalten? Seiten, die solche Fragen klar und ehrlich beantworten, werden eher als Quelle genutzt als Seiten, die nur Vorteile aufzählen. Das deckt sich mit dem, was auch bei Google funktioniert.

Belege von außen

Ihre Website sagt, dass Sie gut sind – das sagt jede Website. Überzeugender wird es, wenn andere Quellen dasselbe bestätigen: Bewertungen, Einträge bei Verbänden und Kammern, Berichte in der lokalen Presse, Partner, die Sie nennen. Warum diese Signale so viel Gewicht haben, beschreibt der Beitrag Erwähnungen und Bewertungen.

Technischer Zugang

Eine KI kann nur zitieren, was sie lesen darf. Manche Websites sperren in ihrer robots.txt pauschal alle KI-Crawler aus – oft, weil ein Plugin das voreingestellt hat. Dabei lohnt es sich zu unterscheiden: OpenAI nutzt zum Beispiel den Crawler GPTBot für das Training und OAI-SearchBot für die Suche in ChatGPT. Wer OAI-SearchBot aussperrt, kann in der ChatGPT-Suche nicht als Quelle erscheinen. Bei Perplexity heißt der Crawler PerplexityBot. Die KI-Übersichten von Google beruhen auf dem normalen Google-Index – wer bei Google gut indexiert ist, hat hier die Grundlage schon gelegt.

SelbsttestWie gut versteht eine KI Ihr Unternehmen?

Klare Angaben

Antworten

Belege von außen

Technik

0 von 12

Für eine KI ist Ihr Unternehmen gerade schwer zu greifen. Beginnen Sie mit dem einen Satz, der sagt, was Sie wo anbieten – und mit einem vollständigen Google-Profil.

Eine Orientierung, keine Garantie: Ob und wie oft eine KI Sie nennt, hängt auch von Frage, Ort und Wettbewerb ab.

Was nicht hilft

Rund um GEO kursieren viele Versprechen. Drei Ansätze bringen erfahrungsgemäß wenig oder schaden sogar. Erstens Massen-Texte, die eine KI geschrieben hat, ohne neue Fakten: Sie klingen wie alles andere im Netz und geben einer KI keinen Grund, ausgerechnet Sie zu zitieren. Zweitens Wunderdateien: Eine llms.txt, die KI-Systemen den Inhalt einer Website zusammenfassen soll, ist ein Vorschlag, dessen Nutzung die großen Anbieter bislang nicht bestätigt haben. Schaden tut sie nicht, ersetzen kann sie gute Inhalte nicht. Drittens gekaufte Bewertungen oder Erwähnungen: Sie verstoßen gegen die Richtlinien der Plattformen und gegen das Wettbewerbsrecht – und sie fallen auf.

Ein Beispiel aus der Praxis

Für die St. Antoni Stiftung in Quakenbrück haben wir eine neue Website gebaut, die das Wohnangebot für Senioren klar beschreibt: was es gibt, wo es ist, wie die Zimmer aussehen und wie man Kontakt aufnimmt. Dazu kamen saubere Technik und Inhalte, die Google und KI-Assistenten eindeutig dem Ort und dem Angebot zuordnen können. Das Ergebnis: Platz 1 bei Google für „Wohnen für Ältere in Quakenbrück“ – und eine Nennung in der KI-Suche. Mehr dazu in der Referenz St. Antoni Stiftung.

Wie schnell wirkt das?

Änderungen an Ihrer Website kommen in KI-Antworten mit Websuche erst an, wenn die Seiten neu gelesen wurden. Das kann Tage, oft auch einige Wochen dauern. Das Trainingswissen der Modelle ändert sich deutlich langsamer. Dazu kommt, dass KI-Antworten schwanken: Dieselbe Frage liefert je nach Formulierung, Ort und Zeitpunkt andere Anbieter. Ein einzelner Test sagt deshalb wenig. Wie Sie Ihre KI-Sichtbarkeit sauber prüfen, beschreibt der Beitrag Wird Ihr Unternehmen in ChatGPT genannt?.

SEO bleibt die Grundlage

Das meiste, was für KI-Sichtbarkeit nötig ist, ist gutes SEO: eine technisch saubere Seite, klare Leistungsseiten, hilfreiche Antworten und Vertrauen. GEO setzt andere Schwerpunkte, ersetzt SEO aber nicht. Wo sich beides überschneidet und wo nicht, zeigt der Beitrag SEO oder GEO?. Wer schneller sichtbar sein will, kann zusätzlich Anzeigen schalten – die sind in ChatGPT allerdings klar als Werbung gekennzeichnet und von den Antworten getrennt, mehr dazu unter ChatGPT Ads. Unsere Arbeit für Suchmaschinen und KI-Suche beschreibt die Seite SEO und KI-Sichtbarkeit, für Betriebe mit Einzugsgebiet die Seite Local SEO.

Häufige Fragen

Was ist GEO?

Generative Engine Optimization bezeichnet alles, was dazu beiträgt, dass KI-Assistenten wie ChatGPT, Perplexity oder die KI-Übersichten von Google Ihr Unternehmen kennen, richtig darstellen und als Quelle nennen. Es baut auf SEO auf, legt aber mehr Gewicht auf eindeutige Angaben und Belege von außen.

Kann ich dafür bezahlen, dass ChatGPT mich empfiehlt?

Nein, nicht in den Antworten selbst. Es gibt Anzeigen in ChatGPT, die erscheinen aber getrennt von der Antwort und sind als Werbung gekennzeichnet. Wer verspricht, Sie gegen Geld in die Antworten zu bringen, verspricht etwas, das er nicht halten kann.

Muss ich KI-Crawler auf meine Website lassen?

Wenn Sie in KI-Antworten mit Websuche als Quelle erscheinen wollen, ja – zumindest die Such-Crawler. Das Training lässt sich bei manchen Anbietern getrennt davon sperren, etwa über GPTBot bei OpenAI.

Hilft eine llms.txt?

Bislang gibt es keine Bestätigung der großen Anbieter, dass sie die Datei auswerten. Sie kann nicht schaden, sollte aber nicht im Mittelpunkt stehen. Wichtiger sind klare Inhalte auf den Seiten selbst.

Wie lange dauert es, bis ich genannt werde?

Das hängt vom Wettbewerb und vom Ausgangspunkt ab. Erste Veränderungen zeigen sich oft nach einigen Wochen, wenn die Seiten neu gelesen wurden. Verlässlich wird es, wenn Website, Profile und Erwähnungen über Monate stimmig sind.

Bereit, den nächsten Ablauf zu digitalisieren?

Buchen Sie ein kostenloses Erstgespräch. Gemeinsam finden wir heraus, was sich bei Ihnen lohnt – Website, Konfigurator, KI-Lösung oder Schulung.

Erstgespräch buchen

Antwort in der Regel innerhalb weniger Stunden