Ein Betrieb sitzt in einem Ort, arbeitet aber im ganzen Umkreis. Bei Google Maps zählt vor allem die Nähe zur Adresse – wer aus dem Nachbarort sucht, sieht dort oft andere Anbieter. In den normalen Suchergebnissen lässt sich das ausgleichen: mit Seiten für die Orte, in denen Sie arbeiten. Genau hier passieren aber die meisten Fehler. Viele Ortsseiten sind Kopien, in denen nur der Ortsname ausgetauscht wurde. Google wertet das als Spam. Dieser Beitrag zeigt, wann sich Ortsseiten lohnen, wie eine gute Ortsseite aufgebaut ist und wie viele Orte sinnvoll sind.
Wann sich Ortsseiten lohnen
Drei Bedingungen sollten erfüllt sein. Erstens arbeiten Sie tatsächlich regelmäßig in dem Ort – eine Seite für eine Stadt, in der Sie nie einen Auftrag hatten, überzeugt weder Google noch Kunden. Zweitens wird in dem Ort nach Ihrer Leistung gesucht, etwa „Dachdecker Vechta“ oder „Hallenbau Cloppenburg“. Die Search Console zeigt oft schon, aus welchen Orten Suchanfragen kommen. Drittens ist die Konkurrenz dort schlagbar: Wenn vor Ort nur wenige Anbieter eine gute Website haben, kann eine starke Ortsseite schnell nach vorne kommen.
Was Google als Spam wertet
Die Spam-Richtlinien von Google beschreiben sogenannte Brückenseiten: viele ähnliche Seiten, die für einzelne Orte oder Begriffe angelegt werden und Besucher auf dasselbe Ziel leiten, ohne eigenen Nutzen zu bieten. Typisch ist ein Text, der auf zwanzig Seiten derselbe ist und nur den Ortsnamen wechselt. Solche Seiten werden im besten Fall ignoriert. Im schlechteren Fall leidet die ganze Website. Auch Texte, die eine KI für jeden Ort umformuliert hat, ändern daran nichts, wenn keine neuen Inhalte dazukommen. Entscheidend ist, ob die Seite für diesen Ort etwas Eigenes bietet.
So ist eine gute Ortsseite aufgebaut
Ein Einstieg mit echtem Ortsbezug
Die ersten Sätze sagen, was Sie in diesem Ort anbieten und warum Sie dort richtig sind: die Anfahrt, die Aufträge in der Gegend, die Besonderheiten vor Ort. Das liest sich anders als ein Standardtext – und genau das ist der Punkt.
Eine Referenz aus der Nähe
Nichts überzeugt so wie ein Projekt im selben Ort oder in der direkten Umgebung. Ein Foto, zwei Sätze zur Aufgabe, ein Ergebnis. Wenn es noch keine Referenz gibt, ist das ein Hinweis, mit diesem Ort zu warten.
Antworten auf Fragen vor Ort
Welche Fragen stellen Kunden in diesem Ort? Bei Bauthemen sind das zum Beispiel die zuständige Baubehörde, typische Gebäude in der Gegend oder Anfahrtszeiten. Solche Abschnitte sind für Besucher nützlich und machen die Seite einzigartig.
Ein klarer Weg zur Anfrage
Ansprechpartner, Telefonnummer und ein kurzes Formular gehören auf jede Ortsseite. Wer aus dem Nachbarort sucht, will wissen, ob Sie zu ihm kommen – das sollte die Seite in einem Satz beantworten.
Eine sinnvolle Verlinkung
Ortsseiten brauchen Links von Ihrer Website, etwa von einer Seite für die Region oder von den Leistungsseiten. Seiten, die nur über die Sitemap erreichbar sind, wirken auf Google wie Anhängsel.
- Sie arbeiten tatsächlich regelmäßig in diesem Ort.
- Der Text ist für diesen Ort geschrieben – nicht nur der Ortsname ausgetauscht.
- Es gibt eine Referenz oder einen Auftrag aus dem Ort oder der direkten Umgebung.
- Die Seite beantwortet Fragen, die Kunden dort wirklich stellen.
- Die Seite ist von Ihrer Website aus verlinkt, nicht nur über die Sitemap erreichbar.
- Am Ende steht ein klarer Weg zur Anfrage mit Ansprechpartner.
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Beantworten Sie alle Fragen, dann erscheint die Einschätzung.
Wie viele Orte sind sinnvoll?
Beginnen Sie mit den fünf oder sechs Orten, in denen Sie am meisten arbeiten oder arbeiten wollen. Bauen Sie diese Seiten gründlich, messen Sie ein paar Monate und erweitern Sie dann. Sechs gute Seiten bringen mehr als sechzig dünne.
Wir arbeiten für unsere eigene Website genauso. Klarwerk sitzt in Quakenbrück und hat für die Orte im Umkreis von rund 60 Kilometern eigene Seiten angelegt, gegliedert nach Regionen – jede mit eigenem Text, eigenen Fragen und einem Bezug zum Ort. Die Seiten entstehen schrittweise, und wir prüfen regelmäßig, welche davon in der Suche ankommen und wo wir nachschärfen.
Ortsseiten und KI-Suche
KI-Assistenten bekommen dieselben Fragen wie Google: „Wer macht das in der Nähe von …?“ Eine Seite, die klar sagt, dass Sie in diesem Ort arbeiten, und das mit einer Referenz belegt, ist eine gute Quelle für eine solche Antwort. Ortsseiten wirken deshalb in beide Richtungen, mehr dazu im Beitrag SEO oder GEO?. Ergänzend helfen einheitliche Firmendaten und Bewertungen, beschrieben im Beitrag Erwähnungen und Bewertungen.
Wie Sie den Erfolg messen
In der Search Console können Sie die Ergebnisse nach Seite filtern und sehen, für welche Suchbegriffe jede Ortsseite erscheint und wie oft sie geklickt wird. Noch aussagekräftiger ist die Frage nach dem Ort in Ihren Anfragen: Kommen aus den neuen Orten tatsächlich Anfragen? Wenn eine Seite nach einigen Monaten auf Seite zwei hängt, lohnt es sich, sie gezielt zu erweitern – mit einer weiteren Referenz oder zusätzlichen Antworten. Ist eine Seite nicht bei Google zu finden, hilft die Anleitung WordPress-Seite nicht bei Google. Unsere Arbeit für Betriebe mit Einzugsgebiet beschreibt die Seite Local SEO.
Regionsseiten als Klammer
Bei mehr als einer Handvoll Orte hilft eine Seite für die Region, die die einzelnen Orte zusammenführt. Sie erklärt, in welchem Gebiet Sie arbeiten, und verlinkt auf die Ortsseiten. Besucher finden so schneller ihren Ort, und Google erkennt den Zusammenhang zwischen den Seiten. Auch die Regionsseite braucht eigenen Inhalt – etwa Referenzen aus mehreren Orten oder einen Überblick, wie Sie das Gebiet abdecken. Eine reine Linkliste ist zu wenig.
Wichtig ist auch die Reihenfolge: erst die Ortsseiten mit echtem Bezug, dann die Regionsseite, die sie verbindet. Wer mit einer großen Regionsseite und vielen leeren Unterseiten startet, baut die Kopierseiten, die er vermeiden wollte.
Häufige Fragen
Wie viele Ortsseiten sind zu viele?
Zu viele sind es, sobald Sie für einen Ort nichts Eigenes mehr zu sagen haben. Solange jede Seite einen echten Bezug, eine Referenz oder lokale Antworten bietet, spricht nichts gegen weitere Orte.
Brauche ich in jedem Ort eine eigene Adresse?
Für eine Ortsseite nicht. Ein Google-Unternehmensprofil gibt es dagegen nur für echte Standorte oder als Servicegebiet um Ihre Adresse. Erfundene Adressen verstoßen gegen die Richtlinien von Google.
Kann ich die Texte mit einer KI für jeden Ort umschreiben lassen?
Umformulieren allein reicht nicht. Wenn keine neuen Inhalte dazukommen, bleibt die Seite eine Kopie. KI kann helfen, Ihre eigenen Informationen zu ordnen und zu formulieren – die Fakten zum Ort müssen von Ihnen kommen.
Wie lange dauert es, bis Ortsseiten wirken?
Meist einige Monate. Seiten für Orte mit wenig Konkurrenz kommen oft schneller nach vorne, in größeren Städten dauert es länger.
Was kostet eine Ortsseite?
Das hängt von Umfang und Zahl der Orte ab. Den Preis nennen wir nach einem kurzen Check, welche Orte für Sie sinnvoll sind und welche Referenzen es dort gibt.



