Modul abgeschlossen
Digitale Barrierefreiheit
Noch 7 Lektionen offen. Diese Seite zeigt, was Sie am Ende können – und was Sie damit anfangen.
Was Sie jetzt können
Die Lernziele dieses Moduls
- die beiden Regelwerke BFSG und BITV 2.0 unterscheiden
- prüfen, ob ein Unternehmen unter das BFSG fällt
- die Ausnahme für Kleinstunternehmen richtig anwenden
- wissen, welcher technische Standard gilt und wer kontrolliert
·Alternativtexte, die etwas taugen
- verstehen, wozu Alternativtexte dienen und wer sie nutzt
- dekorative, funktionale und informative Bilder unterscheiden
- gute Alternativtexte kurz und kontextbezogen formulieren
- typische Fehler wie Dateinamen und Keyword-Listen vermeiden
·Überschriften, Kontraste, Formulare
- Überschriften als logische Gliederung statt als Gestaltungsmittel einsetzen
- Kontraste nach WCAG berechnen und bewerten
- Formulare mit Beschriftungen und verständlichen Fehlermeldungen bauen
- die häufigsten automatisch erkennbaren Fehler vermeiden
·Barrierefreie PDF und Office-Dateien
- verstehen, warum ein PDF für Screenreader oft unlesbar ist
- barrierefreie Dokumente schon in Word, PowerPoint oder InDesign anlegen
- die wichtigsten Prüfpunkte nach PDF/UA kennen
- entscheiden, wann eine HTML-Seite die bessere Alternative ist
·Selbst testen mit Tastatur und Screenreader
- verstehen, was automatische Prüfwerkzeuge finden und was nicht
- eine Website systematisch nur mit der Tastatur testen
- die Grundbedienung eines Screenreaders beherrschen
- gefundene Barrieren dokumentieren und priorisieren
·Barrierefrei einkaufen: der Bestellweg
- den Bestellweg als Kette begreifen, in der jede Station zugänglich sein muss
- typische Barrieren in Onlineshops erkennen
- die Informationspflichten nach dem BFSG umsetzen
- externe Dienste wie Zahlungsanbieter und Chat-Widgets einbeziehen
Zum Behalten
14 Kernideen aus diesem Modul
Seit wann gilt das BFSG?
Seit dem 28. Juni 2025 für Produkte und Dienstleistungen, die Verbrauchern angeboten werden.
Wer ist bei Dienstleistungen ausgenommen?
Kleinstunternehmen: unter 10 Beschäftigte und höchstens 2 Mio. € Jahresumsatz oder Bilanzsumme.
Welcher Standard gilt technisch?
EN 301 549, für Websites im Kern WCAG 2.1 Stufe AA.
Welchen Alternativtext bekommt ein dekoratives Bild?
Ein leeres alt-Attribut: alt="".
Was beschreibt der Alternativtext eines verlinkten Logos?
Das Ziel des Links, etwa „Firma – zur Startseite“.
Mindestkontrast nach WCAG AA?
4,5:1 für normalen Text, 3:1 für großen Text und Bedienelemente.
Wonach richtet sich die Überschriftenebene?
Nach der Bedeutung in der Gliederung – das Aussehen regelt das CSS.
Reicht ein Platzhalter als Feldbeschriftung?
Nein, jedes Feld braucht ein sichtbares, verknüpftes Label.
Wo entsteht ein barrierefreies PDF am einfachsten?
In der Quelldatei: Formatvorlagen nutzen und mit Struktur-Tags exportieren.
Welche Norm gilt für barrierefreie PDFs?
PDF/UA (ISO 14289); prüfbar mit dem kostenlosen PAC.
Wie viel finden automatische Prüfwerkzeuge?
Nur einen Teil der Barrieren – Bedienbarkeit und Sinn prüft ein Mensch.
Was ist eine Tastaturfalle?
Ein Element, aus dem man per Tastatur nicht mehr herauskommt.
Wer ist für einen unzugänglichen Zahlungsdienst im Shop verantwortlich?
Der Shopbetreiber – für den gesamten Bestellweg.
Was müssen Shops nach dem BFSG veröffentlichen?
Wie die Dienstleistung die Anforderungen erfüllt, samt zuständiger Marktüberwachungsbehörde.
Ihr nächster Schritt
Nehmen Sie die wichtigste Seite Ihrer Website und bedienen Sie sie zehn Minuten lang ausschließlich mit der Tastatur. Notieren Sie jede Stelle, an der Sie hängen bleiben.