- sieben Formate nach Wirkung und Aufwand einordnen
- Dokumentbeiträge sinnvoll einsetzen
- Links ohne Reichweitenverlust unterbringen
- Formate über den Monat mischen
Dasselbe Thema wirkt je nach Format völlig unterschiedlich. Diese Lektion vergleicht die sieben Möglichkeiten, die LinkedIn bietet – nach Wirkung, nach Aufwand und danach, wann welches passt.
1. Die sieben Formate
Wann: Der Normalfall. Für fast jeden Beitrag die richtige Wahl.
Das Bild erzeugt Aufmerksamkeit, der Text die Verweildauer. Achten Sie auf hochkant 4:5 – das nimmt im Feed mehr Platz ein als ein Querformat.
2. Der Dokumentbeitrag
Das am meisten unterschätzte Format. Sie laden ein PDF hoch, und im Feed entsteht daraus ein Karussell zum Durchblättern. Jedes Blättern erhöht die Verweildauer – den stärksten Bewertungsfaktor aus Lektion 1.
Der Aufbau ist immer gleich: Seite 1 das Versprechen, Seiten 2 bis 8 je ein Gedanke mit großer Überschrift, letzte Seite der nächste Schritt. Schriftgröße mindestens 24 Punkt – gelesen wird auf dem Handy.
3. Der Umgang mit Links
Die Regel ist eindeutig: keine Links im Beitragstext. Stattdessen schreiben Sie den Kerngedanken vollständig in den Beitrag und setzen den Link in den ersten Kommentar, mit einem Satz im Beitrag: „Die ausführliche Fassung steht im ersten Kommentar.“
Das kostet etwas Bequemlichkeit und spart erheblich Reichweite. Wichtig: Der Kommentar muss von Ihnen selbst kommen und sollte sofort nach dem Veröffentlichen gesetzt werden.
4. Eine Mischung über den Monat
| Format | Anzahl | Beispiel |
|---|---|---|
| Text + Bild | 5 | Projektstand, Kundenfrage, Erfahrung aus der Woche |
| Reiner Text | 2 | Standpunkt zur Branche, eigener Fehler |
| Dokument | 2 | Checkliste, Vorher-Nachher in acht Schritten |
| Video | 1 | Kurzer Rundgang, Erklärung an der Sache |
Zehn Beiträge im Monat entsprechen zwei bis drei pro Woche – für die meisten Betriebe die obere Grenze des Machbaren und zugleich mehr als genug.
5. Häufige Fragen
Wie lang sollte ein Video sein? Dreißig bis neunzig Sekunden. Länger nur, wenn wirklich etwas zu zeigen ist. Immer mit Untertiteln – die Mehrheit sieht ohne Ton.
Mehrere Bilder in einem Beitrag? Möglich, aber das erste Bild trägt alles. Bei mehr als drei Bildern ist ein Dokumentbeitrag meist die bessere Wahl.
Lohnt sich ein LinkedIn-Newsletter? Erst, wenn Sie einen festen Rhythmus halten können – mindestens monatlich über ein Jahr. Sonst sammeln Sie Abonnenten, die nichts bekommen.
6. Übung zum Selbermachen
Nehmen Sie einen Ihrer bestehenden Texte und bauen Sie ihn zum Dokumentbeitrag um: Versprechen auf Seite 1, ein Gedanke je Folgeseite, nächster Schritt am Ende. Veröffentlichen Sie beide Fassungen im Abstand von zwei Wochen und vergleichen Sie Aufrufe und Kommentare. Der Unterschied ist bei den meisten deutlich – und überzeugender als jede Empfehlung.
- [1]Richard van der Blom (2026): Algorithm Insights Report – LinkedIn.
- [2]LinkedIn Marketing Solutions (2026): Content Format Benchmarks.
Stand: September 2026. Plattformregeln und Reichweitenmechanik ändern sich laufend – prüfen Sie Zahlenangaben an Ihren eigenen Werten.