- die Schlagzeile als wichtigsten Text erkennen
- den Info-Abschnitt vom Lebenslauf lösen
- ausgewählte Inhalte als Kontaktweg nutzen
- das Profil in einer Stunde überarbeiten
Jeder gute Beitrag führt zu einer Bewegung: Menschen klicken auf Ihren Namen. Was sie dort sehen, entscheidet, ob daraus ein Kontakt wird. Das Profil ist deshalb keine Visitenkarte, sondern eine Landingpage – und wird trotzdem meist wie eine Bewerbung behandelt.
1. Sechs Bereiche im Vergleich
Häufig
„Geschäftsführer bei Muster GmbH“
Besser
„Hallenbau im Bestand – Sanierung ohne Produktionsstillstand“
Die Schlagzeile erscheint unter jedem Kommentar und jedem Beitrag. Sie ist der meistgelesene Text Ihres Profils. Nennen Sie, was Sie für wen lösen, nicht Ihre Position.
2. Die Schlagzeile
Sie ist 220 Zeichen lang und erscheint überall: unter jedem Beitrag, unter jedem Kommentar, in jeder Suche, in jeder Kontaktanfrage. Kein anderer Text Ihres Profils wird so oft gelesen.
Ein brauchbares Muster: Was Sie tun – für wen – mit welchem Ergebnis. Also nicht „Geschäftsführer“, sondern „Hallenbau im Bestand – Sanierung ohne Produktionsstillstand“. Die Position dürfen Sie danach nennen, aber sie gehört nicht an den Anfang: Sie sagt etwas über Sie, nicht über den Leser.
3. Der Info-Abschnitt
Drei Absätze genügen. Der erste nennt, für wen Sie arbeiten und welches Problem diese Menschen haben. Der zweite sagt, was Sie dagegen tun – konkret, mit einer Zahl oder einem Beispiel. Der dritte nennt den nächsten Schritt: Nachricht schreiben, anrufen, Termin vereinbaren.
Schreiben Sie in der Ich-Form. Die dritte Person („Herr Müller verfügt über …“) wirkt auf einem persönlichen Profil unpersönlich und distanziert.
4. Ausgewählte Inhalte
Dieser Bereich liegt direkt unter dem Info-Abschnitt und wird kaum genutzt. Dabei ist er der einzige Ort im Profil, an dem Links ohne Reichweitenverlust stehen dürfen.
Drei Einträge reichen: Ihr bester Beitrag, ein abgeschlossenes Projekt mit Bild, ein direkter Kontaktweg. Aktualisieren Sie den ersten Eintrag alle paar Monate.
5. Was noch zählt
| Element | Aufwand | Warum es zählt |
|---|---|---|
| Eigene Profil-URL festlegen | 2 Min. | linkedin.com/in/max-mustermann statt Zahlensalat – auf Visitenkarte und in Signatur |
| Profil auf Deutsch und Englisch | 30 Min. | Nur nötig bei internationalen Kunden, dann aber wichtig |
| Kontaktdaten hinterlegen | 5 Min. | Viele Anfragen kommen per E-Mail, nicht über die Plattform |
| Kenntnisse auf drei begrenzen | 5 Min. | Dreißig Schlagworte sagen weniger als drei klare |
6. Häufige Fragen
Brauche ich LinkedIn Premium? Für die meisten nein. Nützlich wird es erst, wenn Sie regelmäßig Menschen außerhalb Ihres Netzwerks anschreiben oder die erweiterte Suche brauchen.
Wie wichtig sind Empfehlungen? Weniger als früher, aber drei bis fünf echte Empfehlungen von Kunden wirken. Fragen Sie nach einem abgeschlossenen Projekt – dann ist die Zustimmung am wahrscheinlichsten.
Profil oder Unternehmensseite pflegen? Beides, aber mit klarer Gewichtung. Warum, behandelt Lektion 6 dieses Moduls.
7. Übung zum Selbermachen
Öffnen Sie Ihr Profil in einem privaten Fenster, also so, wie ein Fremder es sieht. Lesen Sie nur, was ohne Klick sichtbar ist: Bild, Titelbild, Schlagzeile, die ersten drei Zeilen des Info-Abschnitts. Fragen Sie sich, ob daraus hervorgeht, was Sie für wen tun. Bei den meisten Profilen geht es das nicht – und genau dort liegt die Stunde Arbeit, die sich lohnt.
- [1]LinkedIn (2026): Profile Best Practices for Business Owners.
- [2]Richard van der Blom (2026): Algorithm Insights Report – LinkedIn.
Stand: September 2026. Plattformregeln und Reichweitenmechanik ändern sich laufend – prüfen Sie Zahlenangaben an Ihren eigenen Werten.