- den echten Zeitaufwand je Beitrag kennen
- Jahreskosten des Kanals beziffern
- den Aufwand dem Auftragswert gegenüberstellen
- entscheiden, was ausgelagert wird
Social Media gilt als kostenlos, weil keine Rechnung kommt. Der Preis ist Zeit – und wenn man sie zum eigenen Stundensatz bewertet, liegt der Jahresaufwand in einer Größenordnung, die eine bewusste Entscheidung verdient.
1. Der Rechner
Je Beitrag
95 Min. · 119 €
Im Monat
1.021 €
Im Jahr
12.255 €
2. Was die Zahl bedeutet
Für die meisten Betriebe ergibt sich ein Jahresaufwand im niedrigen fünfstelligen Bereich. Das ist kein Argument gegen den Kanal – es ist der Vergleichsmaßstab. Die Frage lautet: Bringt er mehr Aufträge als dieselbe Summe in Suchmaschinenwerbung, Messen oder Direktansprache?
Bei Auftragswerten im fünfstelligen Bereich reichen ein bis zwei Aufträge im Jahr, um den Aufwand zu rechtfertigen. Bei kleinteiligem Geschäft rechnet es sich häufig nicht – dort ist Suchmaschinenoptimierung meist der bessere Weg.
3. Was sich auslagern lässt
| Posten | Auslagerbar? | Begründung |
|---|---|---|
| Thema und Fall | Nein | Kommt aus Kundengesprächen – kennt nur der Betrieb |
| Schreiben und Bild | Teilweise | Mit Stilvorgabe und Interview möglich, wird aber blasser |
| Kommentare beantworten | Nein | Fachliche Antworten kann nur beantworten, wer es kann |
Daraus folgt: Der Posten, den Agenturen üblicherweise übernehmen – das Schreiben – ist der einzige teilweise auslagerbare. Wer alles abgibt, bekommt Beiträge, die nach niemandem klingen.
4. Die Zeit reduzieren, nicht den Kanal
Drei Hebel, alle aus früheren Modulen. Die Mustervorlagen aus Modul 2 senken die Schreibzeit deutlich. Die Mehrfachverwertung aus Modul 4 verteilt den Denkaufwand auf mehrere Fassungen. Und die Themenliste aus den Kundenfragen erspart die Suche.
Zusammen bringen sie den Aufwand je Beitrag realistisch von anderthalb Stunden auf unter eine – ohne dass die Qualität leidet.
5. Häufige Fragen
Was kostet eine Agentur? Für Betreuung inklusive Erstellung üblicherweise 800 bis 2.500 € im Monat. Prüfen Sie, wer die Inhalte liefert – wenn niemand mit Ihren Kunden spricht, entstehen austauschbare Beiträge.
Lohnt sich bezahlte Werbung zusätzlich? Im B2B für eng abgegrenzte Zielgruppen und Stellenanzeigen ja. Für allgemeine Bekanntheit ist sie teuer und wirkt langsam.
Wie viel Zeit ist das Minimum? Unter einer Stunde pro Woche lohnt es sich nicht. Dann ist ein gepflegtes Unternehmensprofil bei Google der bessere Einsatz derselben Zeit.
6. Übung zum Selbermachen
Stoppen Sie bei den nächsten drei Beiträgen die tatsächliche Zeit – ehrlich, inklusive Ablenkung. Rechnen Sie mit Ihrem Stundensatz hoch und stellen Sie der Summe die Anfragen des letzten Jahres gegenüber, die aus diesem Kanal kamen. Das Ergebnis ist die Grundlage für die Entscheidung, wie es weitergeht.
- [1]Content Marketing Institute (2026): B2B Content Marketing Benchmarks.
- [2]Ehrenberg-Bass Institute (2024): How Brands Grow – B2B.
Stand: September 2026. Plattformregeln und Reichweitenmechanik ändern sich laufend – prüfen Sie Zahlenangaben an Ihren eigenen Werten.